Willkommen auf der Website der Gemeinde Huttwil



Sprungnavigation

Von hier aus k?nnen Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen
Gemeinde HuttwilGemeinde Huttwil

Gemeinderat will Betreuungsgutscheine einführen

Die Gemeinde Huttwil unterstützt heute die Angebote familienergänzender Kinderbetreuung, indem er Leistungsverträge mit KIBE Region Huttwil sowohl für eine KiTA als auch für Tagesfamilien abgeschlossen hat. Diesem Vertrag haben sich mehrere Gemeinden der Region Huttwil angeschlossen. Der Kanton Bern löst das heutige System durch die Einführung von Betreuungsgutscheinen ab. Der Gemeinderat unterstützt die Einführung dieses Systems und hat die Umsetzungsplanung in Auftrag gegeben.

Im Jahr 2011 wurde im Grossen Rat die Motion "externe Kinderbetreuung: Gleich lange Spiesse für KMU's und Staatsbetriebe" eingegeben. Aufgrund dieser Motion wurde das Betreuungsgutscheinsystem als Pilotprojekt in der Stadt Bern umgesetzt. Die positiven Erfahrungen mit diesem Pilotprojekt führte zum Grundsatzentscheid für eine Einführung der Betreuungsgutscheine im ganzen Kanton. Der Regierungsrat hat Änderungen an der Verordnung über die Angebote der sozialen Integration (ASIV) vorgenommen, welche per 1. April 2019 in Kraft getreten sind. Die Betreuungsgutscheine können bereits ab 1. August 2019 abgebgeben werden, ein nahtloser Wechsel vom bisherigen System zum Betreuungsgutscheinsystem ist bis 2021 möglich. Danach kann die Subvention von familienergänzender Kinderbetreuung nur noch über das Betreuungsgutscheinsystem erfolgen.

Neues System bringt Wahlfreiheit für Eltern
Beim aktuellen System subventionieren Gemeinden und Kantone Organisationen, welche die familienergänzende Kinderbetreuung anbieten. Neu können die Eltern bei der Gemeinde Betreuungsgutscheine beantragen und diese bei einem Anbieter ihrer Wahl einlösen. Dieser Systemwechsel bedingt, dass die Leistungsverträge zwischen der Gemeinde und KIBE Region Huttwil spätestens per Ende 2020 aufgelöst werden und dass die Ablaufprozesse neu geplant und umgesetzt werden müssen.

Damit Eltern einen Betreuungsgutschein erhalten, müssen folgende drei Voraussetzungen erfüllt werden:

  • Die Familie braucht Betreuung: Ein Betreuungsbedarf ist dann gegeben, wenn Familie und Beruf nicht vereinbart werden können. Im Gegensatz zum bisherigen System muss die Familie den Nachweis des Bedarfs erbringen.
  • Die Familie benötigt aufgrund ihrer finanziellen Situation finanzielle Unterstützung: Die Berechnung richtet sich nach den Einkommens- und Vermögensverhältnissen der Eltern sowie der Familiengrösse und erfolgt auf der gleichen Basis wie im bisherigen System.
  • Das betreute Kind gehört zur Zielgruppe der Betreuungsgutscheine: Der Kanton finanziert Betreuungsgutscheine für den Besuch der Kita bis längstens zum Ende des Kindergartens mit. Ab der ersten Klasse können nur Betreuungsgutscheine für die Betreuung durch Tagesfamilien ausgegeben werden.

Einführung per 1. Januar 2021 geplant
Die Gemeinden können den Umsetzungszeitpunkt zwischen August 2019 und 1. Januar 2021 wählen. Der Gemeinderat hat dem Ressort Soziales den Auftrag erteilt, bei den Gemeinden der Teilregion Oberaargau Süd das Interesse an einer gemeinsamen Projekterarbeitung zu klären. Ein koordiniertes Vorgehen hat den Vorteil, dass für die einzelne Gemeinde weniger Aufwand entsteht, braucht aber insgesamt etwas mehr Zeit. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, das neue System auf den 1. Januar 2021 einzuführen. Das Ressort wird das Interesse an einer Zusammenarbeit mit den erwähnten Gemeinden klären und anschliessend den Projektablauf mit den nötigen Massnahmen planen.

Gute Betreuungsangebote sind wichtig für die Attraktivität
Die grosse Nachfrage an Kinderbetreuungsplätzen macht deutlich, dass gute Angebote in diesem Bereich ein wichtiger Faktor für die Attraktivität einer Gemeinde sind. In Huttwil sind die Angebote von KIBE so beliebt, dass das Interesse an Tagesschulangeboten bis heute sehr gering ist. Bislang wurden die minimalen Anforderungen, welche die Gemeinde zur Schaffung von Angeboten im Tageschulbereich verpflichtet hätten, nicht erreicht. Jedoch konnte durch die Vermittlung von KIBE der Betreuungsbedarf in den meisten Fällen gedeckt werden.



Datum der Neuigkeit 15. Juli 2019
  • Druck Version
  • PDF