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Aus eins mach drei

Im Oberdorf von Huttwil soll ein Mehrzweckgebäude zu stehen kommen. Eine Projektgruppe mit Vertretern der Schule, des Werkhofs und des Quartieramts ist seit Frühjahr 2009 an der Planung. Die Gruppe hat über die Sommermonate drei Architekturbüros zu einem Projektwettbewerb eingeladen. In Absprache mit dem Gemeinderat wurde die Projektidee des Architekturbüros Lüscher Egli AG aus Langenthal evaluiert. Bis Ende Jahr soll das Vorprojekt ausgearbeitet sein. Der Kreditantrag soll der Urnengemeinde vom 7. März 2010 unterbreitet werden. Die Projektgruppe rechnet mit Kosten von rund 2 Mio. Franken.

Wer im Oberdorf in Huttwil wohnt, zur Schule geht oder auf Parkplatzsuche ist, kennt die Situation: das Militär transportiert das gekochte Essen vom Hofmattschulhaus in die alte Turnhalle, der Werkhof fährt mit den Wischmaschinen aus, und die Schüler/innen verbringen die Pause auf dem Schulhausplatz. Das Nebeneinander wird oft zum Durcheinander, und bei allem guten Willen der beteiligten Partner muss die Situation entflochten werden. Darüber war sich der Gemeinderat schon vor zwei Jahren im Klaren, weshalb er entschied, den freien Platz hinter der alten Turnhalle für einen Mehrzweckbau zur Verfügung zu stellen.

Projektgruppe mit Vertretungen der Nutzergruppen am Werk
Im Frühjahr wurde eine Projektgruppe unter der Leitung von Gemeinderätin Annette Leimer (Ressort Bildung) eingesetzt. In der Gruppe sind weiter die Ressorts Bau und öffentliche Sicherheit vertreten, von der operativen Seite der Werkmeister und Quartierchef, die Schulleitung sowie die Verwaltung. Die Projektgruppe hat nach der Definition der Anforderungen an den Neubau unter Beizug des ateliers Schneider aus Burgdorf ein Pflichtenheft für die drei eingeladenen Architekturbüros ausgearbeitet. Diese hatten im Rahmen eines Skizzenwettbewerbs den Auftrag, die unterschiedlichen Nutzungen mit einem neuen Baukörper optimal in die bestehenden Gebäude und Anlagen im Oberdorf zu integrieren.

Projektauswahl gemeinsam mit der Denkmalpflege
An der Jurysitzung ging es darum, jedes Projekt nach den im Pflichtenheft definierten Kriterien zu bewerten und zu beurteilen, welches den Bedürfnissen der drei beteiligten Gruppen Schule, Werkhof und Militär am besten und kreativsten gerecht werden kann. Dabei schwang die Skizze vom Architekturbüro Lüscher Egli AG eindeutig obenauf. Kurz zusammengefasst kann man sagen, dass die Lüscher Egli AG das Motto ‚aus eins mach drei’ am deutlichsten umgesetzt hat. Die Entflechtung wird mit Lüschers Bau klar. Ihr Projekt erfüllte die Anforderungen sowohl im Hinblick auf die Einbettung ins Gelände wie auch die Anbindung an die alte Turnhalle am besten. Der Zugang zum oberen Stock, in welchem ein grosser Raum mit Bühne vorgesehen ist, soll vom Dornackerweg her erfolgen. Damit wird die Entflechtung sogar zwischen Öffentlichkeit und Schule möglich, da die Schule von der Seite Städtlischulhaus ins Gebäude gelangen soll. Der Saal soll an den Abenden und Wochenenden der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, sozusagen als Ersatz bzw. Ergänzung für die alte Turnhalle. Damit soll die manchmal ungünstige Situation für Vereine entschärft werden, dass sie bei Anlässen zeitlich oft zu knapp wissen, ob die alte Turnhalle zur Verfügung steht – oder gar nicht.

Inbetriebnahme im Sommer 2011
Wenn alles nach Plan läuft, wird die Urnengemeinde im Frühling 2010 über den Kredit in der Grössenordnung von 2 Mio. Franken entscheiden können. Eine präzisere Aussage zur Kostengrösse kann erst nach Vorliegen des Vorprojekts, welches bis Ende Jahr vorliegen soll, gemacht werden. Bei positivem Entscheid erfolgt im Sommer 2010 der Spatenstich, damit im Sommer 2011 die Anlage in Betrieb genommen werden kann. Die Bevölkerung, insbesondere die Anstösser im Oberdorf, wird im Laufe des Winters zu Informationsveranstaltungen eingeladen.

Datum der Neuigkeit 14. Sept. 2009
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